8 wichtige Änderungen beim Neubau

1. Baukindergeld wird verlängert

Eigentlich sollte das Baukinder 2020 auslaufen, doch es wird verlängert. Bis Ende März 2021 können Eltern den Zuschuss bei der KfW Bank beantragen. Die Voraussetzung bzw. Regeln für diesen Zuschuss sind:

  • Das Haushaltseinkommen darf 90.000 € nicht übersteigen. Dies gilt für Familien mit einem Kind. Jedes weitere Kind erhöht die Grenze um 15.000 €.
  • Die Baugenehmigung oder notariell beglaubigte Kaufvertrag muss bis Ende März 2021 eingereicht sein.
  • Man erhält jährlich 1.200 als Baukindergeld für maximal 10 Jahre und / oder der Volljährigkeit des Kindes.

2. Updates im Energiegebäudegesetz

Das Gebäudeenergiegesetzt (GEG) hat am 01. November 2020 die alten Gesetze wie die Energiesparverordung, das Energieeinspar- und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz abgelöst. Zwei Punkte sind hierbei hervorzuheben:

  1. Aktuell werden im Neubau die energetischen Vorgaben unverändert aus der nun abgelösten Energieeinsparverordnung übernommen.
  2. Das GEG verpflichtet einen Teil des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien wie z.B. Photovoltaik zu beziehen. Dies war bereits vorher im Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz geregelt.

3. Mehrwertsteuer wieder auf alten Wert

Käufer und zukünftige Bauherren müssen beachten, dass die reguläre Mehrwertsteuer in Höhe von 19% wieder angewendet wird. Dies wird besonders bei Bau- und Maklerkosten bemerkbar sein.

4. Neues WEG

Da die Gesetzesform sehr umfangreich ist, gibt es die Details zum neuen WEG ist ebenfalls auf diesem Blog in einem eigenen Artikel nachzulesen.

5. Sonderabschreibung bei Neubauwohnungen

Fünf Prozent Sonderabschreibung für vier Jahre kann jeder absetzen wenn eine Immobilie im Jahr der Fertigstellung erworben wird und somit als “NEU” gilt. Folgende Punkte gilt es dabei zusätzlich zu beachten:

  • eine dauerhafte Vermietung über mindestens 10 Jahre wird sichergestellt
  • Diese Möglichkeit zur Sonderabschreibung gilt bis Jahresende (2021).

6. Frei verhandelbare Architektenhonorare

Seit 01.01.2021 ist es möglich die Architektenhonorare frei zu verhandeln. Dies bisher verwendeten Honorartafeln gelten ab nun nur der Orientierung.

7. Preisentwicklung im Neubau

Auch 2021 sieht es nicht nach einer Preiswende aus – trotz oder gerade wegen Corona. Aufgrund von veränderten Voraussetzungen – Stichwort “Home Office” ist für viele das Umland in der Attraktivität stark gestiegen. Dies wird sich ebenfalls auf die Immobilien– und Grundstückspreise auswirken.

8. Die Einkommensgrenze für die Wohnungsbauprämie wird angehoben

Zukünftig dürfen Eheleute 70.000€ bzw. Alleinstehende 35.000€ im Jahr verdienen um eine staatliche Förderung beantragen zu können.

Quelle: Immobilienscout24